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DEBIAN: Kernel-Update


cplinux // 06.06.2007 10:48

Kategorie: Debian / Ubuntu

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Nachfolgend will ich eine einfache Methode beschreiben das Herzstück des Betriebssystem, den Kernel, zu aktualisieren!
Die aktuelle Version des Linux-Kernels kann man mit dem Befehl uname -a anzeigen.
Es gibt nun 3 Möglichkeiten:
 
1. Installation eines fertigen Kernel-Images:

Das ist wohl die einfachste Art, einen neuen Kernel zu installieren. Diese Variante kommt in Frage, wenn keine weiteren Anpassungen am Kernel vorgenommen, sondern einfach nur auf eine aktuellere Version aktualisiert werden soll:

Als erstes muß geprüft werden, welche aktuelle Kernel-Version verfügbar ist. Das geht z.B. mit dem Befehl
apt-cache search kernel-source

Die Installation erfolgt z.B. mit:
apt-get install kernel-image-2.6.13

Tja, das wars schon. I.d.R. übernimmt apt-get nun den Rest und erzeugt auch einen Eintrag in der /boot/grub/menu.lst bzw. /etc/lilo.conf entsprechend!
 

 
2. Installation eines angepassten Kernels:

Als Vorraussetzung gibt es noch einige Pakete, die installiert sein sollten: kernel-package, libncurses, gcc/g++, make

Als nächstes muß geprüft werden, welche aktuelle Kernel-Version verfügbar ist. Das geht z.B. mit dem Befehl
apt-cache search kernel-source

Hat man den neuen Kernel gefunden, installiert man als nächstes die Kernel-Sourcen, z.B. mit:
apt-get install kernel-source-2.6.13

Jetzt werden die Quellen entpackt:
cd /usr/src/
tar xfj kernel-source-2.6.13.tar.bz2
cd kernel-source-2.6.13

Jetzt geht es zur Kernel-Konfiguration. Eine einfache Methode ist, einfach die Konfiguration des alten Kernels zu übernehmen. Der Befehl uname (oben beschrieben) sollte Aufschluß darüber geben in welchem Verzeichnis sich die Konfiguration des aktuellen Kernels befindet. Ich nehme jetzt mal an, dass sich die aktuelle Version in dem Verzeichnis /usr/src/linux-2.6.8 befindet. Dann man man die aktuelle Konfiguration einfach mit dem folgenden Befehl übernehmen:
cp /usr/src/linux-2.6.8/.config /usr/src/linux-2.6.13

Die Konfiguration kann man nun noch anpassen. Hat man keine .config-Datei eines alten Kernels, muß man hier alle Menüpunkte Schritt für Schritt durchgehen.
make menuconfig

Jetzt wird ein Kernel-Paket erzeugt:
make-kpkg --initrd --revision custom --rootcmd fakeroot kernel_image

Statt custom kann hier eine beliebige Bezeichnung eingegeben werden, mit der man den Kernel beim Bootvorgang identifizieren kann.

Das Erstellen des .deb-Paketes kann nun je nach Rechnerleistung eine ganze Weile dauern.

Mit dem folgenden Befehl wird dann das fertige Paket installiert:
dpkg -i kernel_image-2.6.13-custom.deb

Abschließend fehlt eigentlich nur noch ein Befehl: reboot
 

 
3. Klassische Installation eines Kernels:

Die klassische Art, einen Kernel zu installieren, werde ich hier nicht weiter beschreiben. Die sauberste Art, den Kernel auf einem Debian-System zu aktualisieren, ist der Weg über das Kernel-Paket (2.).
 
 
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